Urheberrecht Internet am Beispiel der Haftung des Webdesigners

An dieser Stelle möchte ich Ihnen den Schutz durch das Urheberrecht von Internetseiten und von Lichtbildern im Internet (Fotorecht) darstellen.

Die

Haftung des Webdesigners für Urheberrechtsverstöße

Thilo Zachow
Fachanwalt für Informationstechnologierecht, Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht, Datenschutzbeauftragter TÜV in Chemnitz

ist ein vielfach unterschätztes Phänomen.

Unabhängig davon, ob der Webdesigner bspw. die Lichtbilder für die zu erstellende Webseite selber „besorgt“ oder vom Auftraggeber erhält. Er muss sich versichern, dass die erforderlichen Rechtseinräumungen vorliegen, um der Haftung oder Mithaftung für eine Urheberrechtsverletzung zu entgehen. (so Amtsgericht Oldenburg, Urteil vom 17. April 2015, Az.: 8 C 8028/15 für den Fall, dass die Lichtbilder vom Auftraggeber stammen).

Daher empfehle ich Webdesignern einen Disclaimer, welcher die Auftraggeber darüber informiert, dass sie sich versichern müssen, ob sie die erforderlichen Nutzungsrechte an dem übergebenen Werken besitzen. Dies gilt für Texte, Logos, Lichtbilder, Tonstücke, Skizzen etc..

Das Landgericht Bochum (Urteil vom 16.08.2016, Az. 9 S 17/16) hat in einem Fall eines Internetsystemvertrags mit einem Webdesigner (Hosting, Domainregistrierung, Gestaltung der Webseite) entschieden, dass der Webdesigner bei der Nichteinhaltung der Bedingungen von Foto-Plattformen haftet, wenn er die Lichtbilder dort „besorgt“. Er ist dann für die Einholung aller Rechte verantwortlich und aufklärungspflichtig. Ich verweise in diesem Zusammenhang auf meinen Beitrag zu creativ – commons – Lizenzen.

 

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Thilo Zachow
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